XMAS A/V
Was hören und gucken wir zu Weihnachten? Mein absoluter Lieblingsfilm zum Fest ist »Die Hard 2«, in dem Bruce Willis den Heiligen Abend auf, über, in und unter einem Flughafen zubringt. Als Soundteppich laufen dazu US-Weihnachtsklassiker im Hintergrund, während vorne der Protagonist im Feinripp schwitzt.
Apropos Unterhemdenträger: die Weihnachtsfolge der Serie »Ein Herz und eine Seele« mit »Ekel Alfred« Heinz Schubert und seinem Schwiegersohn Dieter Krebs sehe ich ebenfalls immer wieder gern.
Musikalisch tief geprägt hat mich allerdings ausschließlich das 83er Album »Weihnachten mit Roger Whittaker«.
Unseren 3,7 Prozent intellektuellen Leserinnen und Lesern sei jedoch die CD »It’s Snowing On My Piano« von Bugge Wesseltoft ans Herz gelegt, die ich im Advent gerne höre, wenn ich es mir mit einem Campari Soda auf meinem unbezahlbaren Eames Lounge Chair kommod mache. Für den Rest der Welt gibt es Whittaker und Glühwein-Red Bull. Wohlsein!


7. Dezember 2007 um 16:25
Ach, der Herr hört Bugge Wesseltoft.
Ich muss mich ja nicht outen, wenn auch ich auf einige Scheiben des Osloer Musikers in meiner Sammlung verweisen kann. Allerdings nicht die besagte. Ich kenne ihn eigentlich auch eher als Mitmusiker der von mir geschätzten Sidsel Endresen.
Ich frage mich nur, was am Wesseltoft intellektuell sein soll. Vorsicht! Du fuchtelst noch so lang mit diesem Klischees herum, bis die zu gar nichts mehr zu gebrauchen sind. Wär wirklich schade, wenn neuerdings jeder Depp mit Heiner-Müller-Brille und ausgebeultem Jakett daherkäme.
Obwohl: dann könnt man sich ja mal einen richtigen Schnauzer stehen lassen.
7. Dezember 2007 um 16:26
Sie wollen mir doch wohl Jazz jetzt nicht als volkstümliche Musik verkaufen? Ich habe noch nie jemanden ohne – zumindest mal angefangenes – Hochschulstudium getroffen, der Interesse an Jazz gehabt hätte. Aber Sie kommen ja auch mehr rum!
7. Dezember 2007 um 16:36
Alles besser als ‘Weihnachten mit den Flippers’ im Supermarkt als Soundteppich! Was immer das soll, es ist nicht konsumfördernd.
7. Dezember 2007 um 16:54
Flippers??? – sind das nicht diese dünnen Badelatschen?
7. Dezember 2007 um 18:30
Nein! Das sind die Delphin-Nixen aus Florida!
7. Dezember 2007 um 20:04
“Tatsächlich Liebe”, “Schokolade zum Frühstück” und “chocolat” sind meine Standardwerke (und die meiner Frau). Musikalisch ist es definitiv – die Ossis kennen diese braune Platte – “Bald nun ist Weihnachtszeit”.
8. Dezember 2007 um 11:00
Wieso eigentlich braune Platte? Ossiwitze sind ja wohl mein Revier, Herr Flashnhals! Oder sind es etwa auch Ossiwitze, wenn Ossis Witze machen?
Die Flippers sind drei Multimillionäre in cremefarbenen Sakkos, die gemeinsam 500 Jahre alt sind und in einer Sonnenbank wohnen.
Die Flippers sind aber auch fünf Delphine, die für die alte US-Fernsehserie wohl ziemlich hart verschlissen wurden, aber dennoch die Niedlichkeitslegende der Viecher begründeten.
10. Dezember 2007 um 10:14
Nach 37 »Ho-Ho-Ho« und fünf Stunden Weihnachtsmusik steht auch mir der Sinn nach Abwechslung. Das denken sich wohl auch die Programmverantwortlichen bei RTL. So gab es da schon »Tödliche Weihnachten« am Heiligtag, Rambo zu Neujahr und andere Klassiker. Danke. Dieses Jahr habe ich vorgesorgt.